Das höchste internationale Regelgremium IFAB hat für die nächste Saison Regeländerungen beschlossen. Welche davon für uns wirklich wichtig und relevant sind, haben wir hier zusammengefasst. Sie gelten für alle neuen Wettbewerbe schon seit dem 1. Juni.

Wichtig! Zu den Auslegungen werden die Essener Schiedsrichter von den beiden Lehrwarten geschult. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele zu den Info- und Lehrabenden erscheinen, die am 14. August wieder starten. Außerdem empfiehlt sich natürlich ein genauer Blick ins Regelbuch, die bei den Abenden erhältlich sind. Auch hier sind Anweisungen des DFB aufgeschrieben.

Bei Fragen könnt ihr euch gerne an die Lehrwarte Sven Sach und Lukas Luthe wenden, oder uns über das Kontaktformular kontaktieren.

Regel 3 – Die Spieler

Ein Spieler, der ausgewechselt wird, muss das Spielfeld an der nächsten Stelle verlassen, außer der Schiedsrichter erlaubt etwas anderes, zum Beispiel bei Verletzungen. Der Spieler darf also nicht mehr ohne Grund bis zur Mittellinie laufen. So soll Zeitspiel unterbunden werden. Hinweis: Gerade zu Beginn der Saison sollten alle Schiedsrichter besonders darauf hinwirken, dass diese Regelung umgesetzt wird. Folgt ein Spieler der ausdrücklich ausgesprochenen Weisung des Schiedsrichters nicht, so ist dieser zu verwarnen

Regel 4 – Ausrüstung der Spieler

Unterziehshirts dürfen mehrere Farben haben, wenn sie exakt und in der selben Farbe gemustert sind, wie die Ärmel des Trikots.

Regel 5 – Schiedsrichter

Teamoffizielle bekommen ab der neuen Saison bei einem Vergehen eine Gelbe, Gelb-Rote oder Rote Karte. Wenn der Schiedsrichter den Schuldigen nicht ausmachen kann, dann erhält der höchstrangige Trainer, der sich in der Coachingzone befindet, die persönliche Strafe. Im Regelbuch unter der Regel 12 ist eine genaue Liste aufgeführt, für welches Vergehen es welche persönliche Strafe gibt bzw. geben kann. Medizinisches Personal darf auch weiterhin nach einem Feldverweis im Innenraum bleiben, wenn sonst niemand anderes mehr da ist. Es ist besonders wichtig, dass sich nur noch Personen im Innenraum befinden, die auch wirklich im Spielbericht stehen. Die Strafen werden im Spielbericht (mit Begründung) vermerkt.

Wenn der gefoulte Spieler auch den Strafstoß ausführen will, darf er auf dem Feld behandelt werden und anschließend den Strafstoß auch schießen.

Regel 8 – Beginn und Fortsetzung

Der Gewinner des Münzwurfs darf sich entscheiden, ob er die Seite bestimmen oder den Anstoß haben möchte. Früher musste er die Seite wählen. Der Gegner darf entsprechend dann den Anstoß ausführend bzw. die Seite wählen, je nach Entscheidung des Gewinners.

Schiedsrichterball: Es darf nur noch ein Spieler von der Mannschaft anwesend sein, die zuletzt den Ballbesitz hatte. Er wird dort ausgeführt, wo der Ball zuletzt berührt wurde (früher: Wo Ball bei Unterbrechung). Wenn der Ball sich bei der Unterbrechung im Strafraum befand oder dort zuletzt berührt wurde, darf nur der Torwart am SR-Ball teilnehmen. Alle anderen Spieler von beiden Teams müssen mindestens 4 Meter Abstand halten. Früher durften theoretisch alle 22 Spieler teilnehmen.

Regel 9 – Ball in und aus dem Spiel

Es gibt einen Schiedsrichterball, wenn der Schiedsrichter getroffen wird und daraus ein Tor fällt, wenn der Ballbesitz wechselt oder ein aussichtsreicher Angriff gestartet wird. Der Schiedsrichter ist also nicht mehr immer Luft. Das Spiel wird dann mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt.

Regel 10 – Bestimmung des Spielausgangs

Der Torwart kann kein Tor mehr erzielen, indem er den Ball ins gegnerische Tor wirft. Es folgt ansonsten ein Abstoß.

Regel 12 – Fouls und unsportliches Betragen

Wenn der Torwart versucht einen Rückpass oder Einwurf vom Mitspieler mit seinem Fuß zu klären und es ihm nicht gelingt, darf er den Ball danach in die Hand nehmen. Beispiel: Er will den Ball wegschlagen, schießt aber eine Kerze und ein Stürmer kommt angelaufen. Dann darf er den Ball jetzt auch wegfausten. Sollte der Schiedsrichter dahinter jedoch eine unsportliche Umgehung der Zuspielregel erkennen, so ist das – wie bisher auch – als Unsportlichkeit (ind. Freistoß, Verwarnung) zu ahnden.

Der Schiedsrichter kann eine Gelbe oder Rote Karte auch in der nächsten Spielunterbrechung noch aussprechen, wenn die gegnerische Mannschaft den Freistoß schnell ausführt und es zu einer Torchance kommt. Das bedeutet, ein Spieler, der wegen einer Notbremse des Feldes verwiesen werden sollte, bekommt in der nächsten Unterbrechung nur noch eine Verwarnung.

Das strafbare Handspiel wird im neuen Regelheft unter Regel 12 ausführlicher erklärt. Es ist jetzt verständlicher und soll vor allem nachvollziehbarer für alle Beteiligten sein. Das Regelheft steht auf der Internetseite des DFB zum Download zur Verfügung.

Regel 13 – Freistöße

Ein Freistoß im eigenen Strafraum muss nicht mehr den Strafraum verlassen, damit er im Spiel ist. Der Ball muss sich nur noch klar bewegen. Die Gegner müssen bei der Ausführung weiterhin außerhalb des Strafraums stehen. Sobald der Ball von der Abwehr gespielt wurde, dürfen auch angreifende Spieler angreifen – die zuvor aber nicht im Strafraum (was zum Beispiel bei schnellen Ausführungen passieren kann) gewesen sein dürfen.

Wenn die Verteidiger eine Mauer mit mindestens drei Spieler bilden, müssen die Gegner einen Abstand von 1 Meter einhalten. Es gibt einen indirekten Freistoß, wenn sie dagegen verstoßen. Mit dieser Regeländerung hat vor allem der Schiri bei der Mauerstellung viel weniger Stress.

Regel 14 – Strafstoß

Die Pfosten, die Latte und das Netz dürfen sich bei einem Strafstoß nicht bewegen und der Torwart darf sie nicht berühren.

Die Torhüter müssen nur noch einen Fuß auf der Torlinie haben bei einem Strafstoß. Weiterhin gilt aber, dass sie sich nicht zu früh von der Torlinie bewegen dürfen. Sollten sie dies tun und der Ball wird nicht ins Tor geschossen

Regel 16 – Abstoß

Der Ball muss beim Abstoß nicht mehr den Strafraum verlassen, damit er im Spiel ist. Der Ball muss sich nur noch klar bewegen. Die Gegner müssen weiterhin außerhalb des Strafraums stehen. Wie beim Freistoß im eigenen Strafraum.

Änderungen der Durchführungsbestimmungen des WDFV

§ 45 Spielerwechsel: Bei allen Pflichtspielen dürfen während der gesamten Spieldauer vier Spieler ausgewechselt werden. Dieser Austausch ist an keine Voraussetzung gebunden. Ein bereits ausgewechselter Spieler darf nicht mehr ins Spiel zurückkehren. Die eingewechselten Spieler sind nach dem Spiel ordnungsgemäß in das Spielberichtsformular einzutragen. Ein des Feldes verwiesener Spieler darf nicht ersetzt werden. Diese Änderung betrifft alle Seniorenspielklassen des WDFV.